Aktuelles 2011

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Samstagskurse
Ab den Sommerferien startete auf dem Hirtenhof Illsitz ein Versuch mit aufeinander aufbauenden Kursangeboten zu verschiedenen Bereichen der Pferdearbeit. Reiter des Hofes und Interessierte von außerhalb waren eingeladen daran teilzunehmen, und ihr Können zu erweitern.
Die Bodenarbeitskurse nach Parelli - unterteilt nach Einsteigern und Fortgeschrittenen - waren immer gut gefüllt, wobei die Einsteiger-Einheiten vor allem durch Kinder der Reitschule wahrgenommen wurden um einmal in diesen Bereich hinein zu schnuppern. Die Fortgeschrittenen brachten dann schon einmal ganze Nachmittage miteinander zu und arbeiteten in den 7 Spielen mit Präzision und Hingabe. Die Bodenarbeitskurse werden auch weiterhin 1mal im Monat unter Leitung von Johanna angeboten.
Freilaufen und Longieren stand auf dem Programm. Dieser Kurs bedeutete die Grundvoraussetzung für die nachfolgenden Kursangebote. Gelernt und gelehrt wurde auf dem Longierzirkel mit 2-3 verschiedenen Pferden. Die Grundlagen der Körpersprache und deren Einsatz in der Bewegung, das korrekte Treiben, Stoppen und Wenden, sowie das genaue Einfordern verschiedener Gangarten. Das Longieren wurde für einige zum ersten Mal Thema. Hier ging es um die korrekte Ausrüstung und deren Verschnallung am Pferd, das Halten von Longe und Peitsche und wie beim Freilaufen schon um ein gutes Arbeiten des Pferdes in allen Gängen, ohne sich selbst in der Longe zu verheddern. Vertieft wurde das Gelernte im nachfolgenden Kurs des Longierens und der Doppellonge. Hier konnte alles Gelernte noch einmal vertieft werden. Der Höhepunkt war die Arbeit mit der Doppellonge, welche den Teilnehmer einiges abforderte und doch viel Übung erfordert.
Bei der Stangen- und Cavalettiarbeit ging es dann auf den Reitplatz - das Longieren aus dem 1.Kurs musste nun angewendet werden. Die Pferde sollten punktgenau, in verschiedenen Gängen, über Stangen und später Cavalettis dirigiert werden. Das korrekte Longieren war hier unabdingbar, gesprochen wurde über Nutzen der Arbeit, die Stangenabstände, den sinnvollen Aufbau einer Trainingseinheit etc. Den Abschluss bildete ein kleinerer Sprung an der Longe, der schon zur Vorbereitung der Pferde auf den Folgekurs diente und den Teilnehmern auch die Springarbeit an der Longe etwas näher bringen sollte.
Das Freispringen bildete dann wohl für viele Teilnehmer den Höhepunkt. 

Als gute Methodik für Pferde, um Ihnen das Taxieren und Entfernungen schätzen etwas näher zu bringen, wurde dem Freispringen entgegen gefiebert. Die Pferde nahmen es gelassen und zeigten meist wahre Springtalente.  

Eingegangen wurde auf die Gangveranlagung der Pferde und ihre daraus resultierende Eignung zum Springen, auf die maximalen und sinnvollen Höhen beim Springen, den Aufbau und die Dauer einer Trainingseinheit, sowie der korrekten Anleitung des Pferdes durch den Menschen. 
Begonnen wurde mit Stangenarbeit im Trab, dem korrekten Wechseln der Gangarten und dem Anleiten eines Handwechsels, weiter ging es mit einem niedrigen Sprung fürs Einspringen und darauf folgend eine Erhöhung der Sprünge und zum Abschluss das Überwinden eine Kombination.
Erster, aber nicht letzter Kurs mit Tim Eisenlohr auf dem Hirtenhof Illsitz
Nachdem wir diesen Sommer Tim Eisenlohr das zweite mal als Hestadagar-Richter begrüßen konnten, freuten wir uns umso mehr, als er auch für einen Reitkurs zusagte.

Was folgte, war ein großes Interesse von Seiten unseren Reiterkollegen aus Linda, Ködderitzsch und Windischleuba, sodass schließlich eine Kursstärke von 11 Reitern entstand.

Tim nahm den weiten Weg von Amrum auf sich und reiste bereits am Freitag, den 4. November auf dem Hirtenhof Illsitz an. Ein Großteil der anderen Kursteilnehmer war ebenfalls am Nachmittag mit ihren "Ponys" angekommen und bei gemütlicher Atmosphäre ließen wir den Tag ausklingen und freuten uns auf das gemeinsame Wochenende.  
Am Samstagmorgen wurden beim Frühstück die Ziele für die beiden Kurstage gesteckt und 2er Gruppen für die Unterrichtseinheiten gebildet. Tim arbeitete intensiv mit den Reitern auf der Ovalbahn und dem Viereck und setzte sich zur genaueren Korrektur auch auf das ein oder andere Pferd.

Zusätzlich wurden Videosequenzen aufgenommen, die am Abend analysiert und ausgewertet wurden. Insgesamt 4 Stunden gab Tim Ratschläge, zeigte neue Arbeitsmethoden auf und übermittelte ein umfassendes Fachwissen.

<-------------   Das ist Tim

- leider haben wir nur diese eine Rückenansicht unseres Kursleiters.

 Er ist einfach zu vertieft in seine Arbeit und lässt dem Fotographen wenig Möglichkeiten ihn mal von vorn abzulichten, weil er ständig in Bewegung und wieder weg ist ;-)

Am Sonntag wurde an die neuen Erkenntnisse angeknüpft und in teilweise neugemischten Gruppen gearbeitet. In diesen Kurseinheiten war den meisten schon klar, dass es nicht der letzte Reitkurs mit Tim Eisenlohr sein sollte.

So setzte er einen hohen Maßstab in Sachen Theorie und wir freuen uns auf einen zweiten Kurs im Jahr 2012.

       

Text: E.Jessat/ Photos: K.Wolf
Basispass und Reitabzeichen

Vom 17.-23.Oktober 2011 fanden auf dem Hirtenhof Illsitz erstmals Kurs und Prüfung zum IPZV Reitabzeichen Bronze statt.

7 Teilnehmer aus den 3 Vereinen IPV Weimarer Land e.V., IPZV Zweinig e.V. und IPV Altenburger Land e.V. stellten sich mit ihren Pferden der Herausforderung.

Am Montag wurde entspannt in Dressur und Tölt gesichtet, erste Übungspläne erstellt und für die kommenden tage wichtige Grundlagen besprochen. Ab Dienstag begannen die intensiven Trainingsphasen mit leichtem Sitz und Detailarbeit in Dressur und Tölt. 
Ines korrigierte unerbittlich Haltung, Geschmeidigkeit und Hilfengebung . Vor allem die korrekte Beinlage im Vollsitz und die Haltung im – für Islandpferdreiter doch ungewohnten – leichten Sitz bereiteten uns Probleme. Die Leitsätze „Wenn es weh tut, sitzt du richtig“ und „Quäl dich!“ zeigten die Intensität des Kurses. Auch die Pferde wurden mit 2-3 Unterrichtseinheiten pro Tag sehr beansprucht. 
Der theoretische Teil durfte im Reitabzeichen natürlich auch nicht zu kurz kommen, Schwerpunkte waren hier das Reiten im Gelände, Reiten im leichten Sitz, Unfallvermeidung, Bahn- und Gangreiten sowie die Reitlehre (was das Gelernte noch einmal deutlich festigte).

Doch die Mühe hat sich gelohnt – viele Verbesserungen wurden sichtbar! Susi´s Dvergur bewegte sich nach 3 Tagen nicht mehr im Passtölt, sondern töltete locker, zufrieden und taktklar um die Bahn. Auch die Schulpferde zeigten Haltung und sogar Silpa töltete fröhlich unter Lisa daher.

Neben allem Muskelkater in Beinen, Bauch und Po haben wir auch unsere Lachmuskeln gut trainiert – der Bowlingabend brachte viel Spaß, wobei die Heimmannschaft hier den Sieg locker einsteckte.

Am Prüfungstag war Bianca Müller aus Kassel angereist – sie nahm uns im Duo mit Ines genau unter die Lupe. In den Prüfungsfächern Tölt, leichter Sitz und Dressur  mussten wir unser Gelerntes und unser Können unter Beweis stellen. Und dann kam sie – die Theorieprüfung - vor der allen am meisten graute – wir wurden mit Fragen gelöchert (und haben es alle geschafft!).
Die anstrengende Woche hat sich gelohnt. Alle 7 Teilnehmer haben das Reitabzeichen Bronze mit nach Hause genommen. Mit einem super Notendurchschnitt von 1,75 war Saskia unsere „Klassenbeste“. 2012 heißt es dann wohl auf ein Wiedersehen beim Reitabzeichen Silber.

Text: A.Kolbe / Photos. S.Aßmann

Bauernmarkt in Altenburg
Zum ersten Mal standen Islandpferde auf dem Altenburger Bauernmarkt. 

Wir waren für Groß und Klein eine Farbattraktion.

Danke an Alina, Lea und Carmen, die uns den ganzen Tag unterstützt haben!!

Hestadagar Linda
Am 24. September 2011 lud der IPV Weimarer Land e.V. zu seinem erste Hestadagar ein und wir waren dabei!
Bereits am Freitag Nachmittag brachen wir, das sind Julia, Alina und Ernestine als Teilnehmer, Lea als unsere HH (Hestadagar-Helferin) und Ines als Richterin mit 3 Pferden im Anhänger nach Linda auf.

Gut angekommen richteten wir unsere Nachtquartiere her, lernten die Reithalle und den Hof kennen und ließen den Abend, voller Vorfreude auf den nächsten Tag, in gemütlicher Runde ausklingen.

Mit einem stärkenden Frühstück von Barbara Halle starteten wir am nächsten Morgen in den Tag. Dieser war gefüllt mit vielen abwechslungsreichen, kreativen und auch anspruchsvollen Prüfungen. 

So nahmen wir an einem amüsanten Triathlon, einem spannenden Akkustik-Tölt, dem Freestyle- Wettbewerb und weiteren Tölt- und Viergangprüfungen teil.

Insgesamt folgten 25 Starter dem Aufruf des Islandpferdevereins. Umso stolzer können wir auf uns sein, da wir am Ende des Tages mit 4 Pokalen und 6 Zweit- bzw. Drittplatzierungen nach Hause fahren konnten. 

Wir blicken auf ein erfolgreiches Hestadagar zurück, auf dem wir viele Erfahrungen sammeln konnten, neue Kontakte knüpften und viel Spaß beim Zuschauen, Anfeuern und Mitreiten hatten.

Ein Dank gebührt dem IPV Weimarer Land e.V. und besonders Stefan und Barbara Halle, die den „Pferdetag“ auf die Beine stellten und für einen so super reibungslosen Ablauf sorgten.

Weiterhin danken wir Ines für den Transport unserer Ponys und Lea für die Unterstützung in allen (Not)situationen.

Wir hoffen, im nächsten Jahr wieder nach Linda zum 2. Hestadagar fahren zu können und freuen uns auf neue interessante Wettbewerbe. 

 

Text: E.Jessat/ Photos: L.Hallbauer
Reiterferien 2011

Reiten, Basteln, Schmusen, Lernen, Lachen, Reden, Fragen, Rennen, Nachdenken, Wandern, Schlafen , Baden  ... eine Woche Spaß haben!!

Hestadagar 2011
Am 26. Juni war es wieder soweit. Der Islandpferdeverein Altenburger Land e.V. und Familie Lantzsch luden zum 3.Hestadar auf den Hirtenhof in  Illsitz ein.
Über 40 Teilnehmer sind der Einladung gefolgt, wobei in diesem Jahr auch Reiter vom befreundeten Islandpferdeverein Weimarer Land e.V.  und aus der Umgebung des Altenburger Landes kamen. 

Uns freute sehr, dass Tim Eisenlohr sein Versprechen vom letzten Hestadagar gehalten hat, um auch dieses Jahr zusammen mit Ines als Richterpaar zu fungieren.

Schon Tage vorher gab es viel Arbeit für unsere fleißigen Helfer, um den Teilnehmern ein wettkampfwürdiges Turniergelände zur Verfügung stellen zu können. In diesem  Jahr wollten wir unseren Startern ermöglichen, Ovalbahn und Dressurviereck an einem Austragungsort nutzen zu können. Dafür war es notwendig ein neues Viereck in der Mitte der Ovalbahn zu errichten. 

Mit viel Fleiß und Enthusiasmus wurde alles pünktlich vor Turnierbeginn fertig.

Alle Zelte, Bänke und Tische wurden aufgebaut, Essen und Trinken bereitgestellt, sowie der Kuchen, den fleißige Muttis gebacken haben, zum Verkauf zugeschnitten.

Nun konnte es losgehen.

Momentaufnahmen vom Turnier, Beweise der Kreativität und Verbundenheit - der Tag war sehr gelungen!

Das Hestadagar ist ein Turnier für Freizeitreiter aller Pferderassen und bietet Prüfungen die sonst nirgends im Turniersport zu finden sind. Es sind Wettbewerbe vorgesehen, die für den ambitionierten Freizeitreiter zugeschnitten sind. Der Prüfling hat ausreichend Zeit um sein Pferd optimal vorzustellen ohne das er bei Nichtgelingen einer Aufgabe disqualifiziert werden kann.

Die Richter achten vor allem auf Durchlässigkeit des Pferdes, Sitz und Einwirkung des Reiters sowie den Gesamteindruck des Reiterpaares. Für das Richten ist eine spezielle Weiterbildung zum Hestadagar- Richter nötig. 

Besonders beliebte Wettbewerbe unserer Reiter sind die Teamprüfungen, zum Beispiel Blinder Führer und Triathlon. Ein dementsprechendes breites Starterfeld konnten wir dahingehend verbuchen. 

Da es bei einem Hestadagar vor allem um Spaß und Spannung gehen sollte, kommt auch das Publikum nicht zu kurz. Mit Anfeuerungsrufen wurden alle Beteiligten laut unterstützt.

Das Fahnenrennen, zum Beispiel, sorgt mit seinem rasenden Tempo für Spannung, da es hier nach Zeit geht, um die Fahnen von einem Eimer zum nächsten zu transportieren. Allerdings kann man auch mit einem langsameren Tempo gewinnen, dann nämlich, wenn ein vermeintlich schnelleres Reiterpaar Strafpunkte erhält, da es die Fahnen nicht in den Eimer stecken konnte.

In diesem Jahr war das erste Mal eine Bodenarbeitsprüfung dabei. Die rege Teilnahme überraschte hier sehr. Es musste dabei ein schwieriger Hindernisparcours absolviert werden. Die Richter achteten vor allem auf die gute Ausführung und Horsemanship.

Ernster in der Anforderung, aber nicht weniger harmonisch zwischen Pferd und Reiter, ging es im Töltwettbewerb, dem Aus Vier mach Drei, dem Leichten Gehorsam sowie der Dressurkür zu. 

Hier konnten die Reiter zeigen. was in ihren Pferden steckt. Die Gangart Tölt konnte man in der Töltprüfung eindrucksvoll erleben. Es mussten verschiedene Tempi oder das Zügelüberstreifen gezeigt werden. Unter den kritischen Blicken unsrer Richter wurden diverse Taktfehler mit Punktabzug beurteilt und bewertet.

Auch im Dressurviereck machten die Isis eine gute Figur und zeigten das in der Dressurkür und beim leichten Gehorsam. 
Den Abschluss bildete der Freestyle-Wettbewerb. Eine bunte Mischung vom Voltigieren, über Quadrille bis zur Freiheitsdressuren.
Insgesamt waren es interessante, lustige und leistungsstarke Wettbewerbe, die allen Reitern Spaß gemacht haben. Wir sind uns daher sicher, nächstes Jahr viele Reiter wieder sehen zu können. 

Nochmals ein großes Dankeschön an die Richter Tim und Ines, sowie an alle Helfer die zum Gelingen dieses Turniers beigetragen haben.  

  Die Photos vom Hestadagar sind in einem Onlinealbum einsehbar. Wer den Link und das Passwort zugesendet haben möchte, wendet sich bitte an Ines Lantzsch.  

Janet Romisch - Öffentlichkeitsarbeit IPV Altenburger Land
Kurs mit Andre Böhme

Am 28. und 29.Mai war es wieder soweit, ein Intensiv-Reitkurs mit Andre Böhme fand bei uns statt. Der Kurs war gut besucht mit insgesamt 11 Teilnehmern, die zum Teil einen Tag (2 Stunden) ritten oder sogar ganz hart im Nehmen beide Tage (4 Stunden) zur Weiterbildung auf dem Pferd nutzen.

Nicht nur Reiter des Hofes nahmen Teil, auch vier junge Damen aus Windischleuba waren mit ihren Pferden zu Gast. 

Die Gruppen bestehend aus 2 Reitern waren gut organisiert und nach individuellem Können zusammengestellt. Die Videoanalyse brachte schon in der ersten Mittagspause Fehler auf den Tisch und genügend Gesprächsstoff für die Stunde am Nachmittag.

Die etwas geschrumpfte Gemeinschaft am Samstag Abend lies sich den Spaß nicht verderben und wanderte zur Besichtigung des Hofes nach Windischleuba ab, wo Bärbel und Mario in Ruhe ihre Anlage zeigen konnten und Andre in Sachen "Islandpferde in Ostthüringen" einen neuen Hof kennen lernen konnte.

Der Sonntag ging mit rasanten Rennpassübungen und sogar einigen geglückten Rennpass-Läufen weiter und fand in sonniger Nachmittagsruhe ein entspanntes Ende. 

Alle Bilder können gern aus dem Online-Album herunter geladen werden. Schickt mir eine Mail, wenn ihr alle Bilder anschauen möchtet.

Einige Photos sind ja schon hier zu sehen, den Rest gibt es im Online-Album von Ines, wer dort ein wenig stöbern und sich entsprechendes Beweismaterial herunterladen möchte, schreibt am Besten einfach eine Mail und bekommt dann ein Passwort für das Album zugesendet.

Text: Ines Lantzsch, Photos: Ernestine Jessat

Ritt in den Mai - Auf Islandpferden durch ’s Altenburger Land

Sonntag, 1. Mai 2011

Gegen 10 Uhr lagen die meisten Menschen sicherlich noch in ihren Betten, um sich vom Tanz in den Mai zu erholen - nur eine kleine Truppe eingefleischter Isi-Reiter nicht.

Durch die Einfahrt des Islandpferdehofs Windischleuba rumpelte ein Pferdeanhänger mit 2 Isis im Gepäck. Der Besuch war von langer Hand geplant, bereits im Dezember wurde der "Ritt in den Mai" bei Cappuccino und Plätzchen beschlossen. Eine kleine Tradition von "Hofübergreifenden Aktivitäten" soll entstehen. Wegen des schönen Ausreitgeländes, sollte der Ritt in Windischleuba stattfinden. Ines und Anke kamen vom Hirtenhof Illsitz - um sich das nicht entgehen zu lassen! 

Schnell waren die Pferde ausgeladen, die Pferde wurden zum kurzen Verschnaufen auf den Reitplatz gestellt. Bei einer guten Tasse Kaffee, Cappuccino oder Tee, wurde der Tag begonnen und eine kurze Streckenbeschreibung vorgenommen. Der muntere Plausch beim Putzen und Satteln hat sich auch in den folgenden 2 Ritt-Stunden ununterbrochen fortgesetzt. Wenn man sich nur sporadisch 2-3mal im Jahr sieht, gibt es doch viele Begebenheiten, die zu solch einem Anlass besprochen werden müssen. :-)

6 Reiter-Pferd-Paare zogen vom "Islandpferdhof am Schloßpark" von dannen, zurück blieb die männliche Bevölkerung, die sich zu unserem Glück um die Verpflegung nach dem Ritt kümmern wollte. Ungefähr 2 Stunden würden wir unterwegs sein. (Wir, das waren Bärbel auf Frigg, Sophie auf Hjarrandi, Lisa auf Tilraun, Anke auf Gáski, Ines auf Björgvin und Juliane auf Dagur.) 

Der Ritt verlief bei strahlendem Sonnenschein durch wunderschöne Thüringer Landschaft: Märchenwälder, Feldwege, Seen. Nur der Wind war etwas frisch, aber das machte wohl keinem etwas aus. Am Stausee machten wir Halt und kauften Erfrischungen in der Gaststätte. Dabei standen wir auch gern neugierigen Passanten Rede und Antwort. 

Zurück ging es durch Wald (unvergessen: Gáski´s Pullerpausen ;-) ) und Dorf. Die Strecke konnte bis zum Schluss mit Überraschungen aufwarten; auf einem langen, ebenen Weg kamen besonders Ines und Björgvin im starken Tempo Tölt auf ihre Kosten.  

Auf dem Hof erwartete uns der nichtreitende Teil unserer kleinen Gemeinschaft – mit Grill und Rostbratwürsten. 

Die Pferde wurden gründlich versorgt. Bei Rostern, Salaten und erfrischenden Getränken ließen wir kurze Zeit später den Ritt Revue passieren. Ein Dank an Bärbel und Mario für die Organisation, vielleicht gibt es einen "Ritt in den Herbst" in Illsitz. 

In Einem sind wir uns alle einig: im nächsten Jahr - zum 1.Mai - gibt es eine Wiederholung in Windischleuba! 

Text: Juliane Anders, Ines Lantzsch/ Photos: J.Waltsgott
API-Kurse zu Ostern

Statt Ostereier gab es Urkunden und Anstecker

- Abzeichenkurse auf dem Hirtenhof Illsitz, ein sinnvolles Angebot zur Überprüfung des eigenen Leistungsstandes -

Zwei gut besuchte, offizielle IPZV Abzeichenkurse fanden in den Osterferien auf dem Hirtenhof Illsitz statt.

Sieben Kinder zwischen 9 und 13 Jahren stellten sich dem ersten möglichen Motivationsabzeichen im Islandpferdesport – dem „Kleinen Islandpferd/ Islandpferd Bronze“

Dieses Abzeichen ist ähnlich dem kleinen Hufeisen (FN) und beinhaltet die Praxisaufgaben des korrekten Putzens und Führens. 

Die Aufgaben im Dressurviereck sind einfach angelegt, mit Anforderungen des Reitens im Schritt und Trab, reiten einfacher Bahnfiguren, reiten im Leichttraben, Entlastungssitz und Aussitzen.

Weiterhin musste eine umfangreiche Theorieprüfung zu den Bereichen allgemeines Wissen (Farben, Abzeichen, Verhaltensweisen), Haltung und Fütterung von Islandpferden und Gangarten (insbesondere Tölt) abgelegt werden.

Alle Kinder haben ihre Prüfung gemeistert und durchweg mit guten bis sehr guten Leistungen überzeugt. Die Urkunde und Anstecknadel sind Beweis genug und machen Lust auf mehr Abzeichen im Islandpferdesport.

Der 2.Abzeichenkurs „Basispass Pferdekunde“, ist ein eher theoretisch angelegtes Abzeichen, welches die bildet Grundlage für eine möglich Trainerlaufbahn im IPZV ist und die Voraussetzung ist für die reiterliche Aus- und Weiterbildung.

Die wesentlich umfangreicheren Theorieanforderungen und Praxisanteile (alles speziell abgestimmt auf Islandpferde) als im Basispass der FN machen das Bestehen nicht unbedingt einfacher - 5 Teilnehmer haben sich dieser Herausforderung gestellt.

3,5 Tage Kurs ließen einen ganzen Brocken Theorie vermuten – diese Befürchtung wurde bestätigt. Besonders die Veterinärkunde mit 38 Krankheiten hatte es in sich.

Die Teilnehmer mussten ihr praktisches Können in den Bereichen Einfangen, Aufhalftern, anbinden, und Putzen von Pferden unter Beweis stellen. Weiterhin wurde das Führen, Vortraben, Wenden, anhalten und Rückwärtsrichten geprüft. Schlussendlich mussten die Pferde ordnungsgemäß verladen werden. Mit diesen Praxisteilen soll der grundlegende Umgang mit Pferde überprüft werden.

Die Theorieprüfung war die eigentliche Härteprobe. Umfangreiches Wissen in den folgenden Bereichen ist die Voraussetzung für das Bestehen der Prüfung:
  • Allgemeines Wissen (Farben, Abzeichen, Sinne des Pferde, Verhaltensweisen),

  • Haltung (Robustpferdehaltung, Offenstallhaltung und Auslauf, Zaunsysteme, Weideformen),

  • Fütterung (Futtermittel, praktische Fütterung , Giftpflanzen),

  • Tierschutz

  • Pferdetransport,

  • Pflege von Islandpferden und

  • Veterinärkunde

 

Doch die 5 Prüflinge konnten auch in dieser Prüfung mit entsprechender Leistung punkten und ihre reiterliche Ausbildung mit einer ersten Urkunde untermauern.

Das IPZV Reitabzeichen Bronze und ein weiterer IPZV Basispass folgen im Herbst. Wir freuen uns auf rege Teilnahme!